Grafische Darstellungen von Kursentwicklungen sind unter Anlegern besonders beliebt, um schnell einen Überblick zu bekommen, wie sich eine Anlage über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat.

Doch Chart ist nicht gleich Chart.

Wie der Kursverlauf einer Aktie oder eines Fonds von Anlegern wahrgenommen und beurteilt wird, kann entscheidend davon abhängen, welche Darstellung gewählt wird.

Warum die lineare Darstellung Anleger in die Irre führen kann

In einem linearen Chart, der den meisten Anlegern entweder noch aus dem Mathematikunterricht oder diversen alltäglichen Anwendungen bekannt sein dürfte, werden gleich große absolute Abstände zwischen zwei Werten (beispielsweise eine Kursdifferenz von 5 Euro) immer gleich groß dargestellt.

Konkret bedeutet dies, dass der Abstand zwischen 10 und 15 genauso groß gezeigt wird wie der Abstand zwischen 100 und 105, obwohl der erste Anstieg einem Zuwachs von 50 % entspricht, der zweite hingegen einem Zuwachs von nur 5 %.

Umgekehrt heißt dies auch: Ein Anstieg um 50 % wird in einem linearen Chart auf einem viel größeren vertikalen Raum dargestellt, wenn er zwischen 100 und 150 erfolgt anstatt zwischen 10 und 15.

Bei der Betrachtung eines linearen Charts kommen Anleger daher leicht zu eventuell irreführenden Schlussfolgerungen wie z.B. derjenigen, dass eine Aktie bereits so stark gestiegen wäre, dass sie keine attraktive Kaufgelegenheit mehr ist oder bereits verkauft werden müsste.

Was an logarithmischen Charts anders ist

Logarithmische Charts stellen im Gegensatz zu linearen Charts gleich große prozentuale Veränderungen auch gleich groß dar.

Hierfür wird für einzelne Werte der Logarithmus berechnet. Logarithmen haben die praktische Eigenschaft, dass prozentual gleiche Renditen in gleichen linearen Abständen transferiert werden:

Das Bild zeigt eine Formel, die darstellt, dass Logarithmen prozentual gleiche Renditen in gleiche lineare Abstände übersetzen.

Darum gilt zum Beispiel mit den oben genannten Werten:

Prozentuale Veränderungen verschiedener Anlagen lassen sich so besser vergleichen. Ebenso können Anleger die langfristige Entwicklung der Werte besser beurteilen sowie Trends, Kursbewegungen und Wachstumsraten realistischer einschätzen.

Wie kann dies konkret aussehen?

Das Bild zeigt die BVI-Kursentwicklung des RIV Rationalinvestvermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01. 2026, lineare Skala.

Abbildung 1: Wertentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01.2026, BVI-Kursentwicklung, Skala: linear 

Das Bild zeigt die Kursentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis zum 31.01.2026, logarithmische Skala.

Abbildung 2: Wertentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01.2026, BVI-Kursentwicklung, Skala: logarithmisch 

Wie am Beispiel unseres eigenen Fonds RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds zu sehen, wirkt beispielsweise der Kursanstieg ab April 2025 im linken, linearen Chart viel steiler als im rechten, logarithmischen Chart. Anleger, die den linearen Chart betrachten, könnten den Kursanstieg daher unbewusst als viel höher einstufen als bei der Betrachtung des logarithmischen Charts und daher zu anderen Kaufs- oder Verkaufsentscheidungen gelangen.

Wann sollte welcher Chart verwendet werden?

Grundsätzlich gilt: Je länger der Zeitraum, der verglichen werden soll, desto eher macht es Sinn, den logarithmischen Chart zu nutzen. Sollen nur kurze Zeiträume verglichen werden, so können Anleger durchaus auf die linearen Charts zurückgreifen.

Wer all diese Dinge im Auge behält, für den können Charts ein nützliches Tool sein, um sich einen Überblick über die Wertentwicklung und Schwankungen von Anlagen zu verschaffen.

Historische Wertentwicklungen lassen keine Rückschlüsse auf ähnliche Entwicklungen in der Zukunft zu. Der Fonds kann auch innerhalb kurzer Zeiträume erheblichen Schwankungen nach oben oder nach unten unterworfen sein. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und das Basisinformationsblatt, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen. Beides finden Sie auf der Fondsseite des RIV Rationalinvest VVF kostenfrei und in deutscher Sprache. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie hier

Grafische Darstellungen von Kursentwicklungen sind unter Anlegern besonders beliebt, um schnell einen Überblick zu bekommen, wie sich eine Anlage über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat.

Doch Chart ist nicht gleich Chart.

Wie der Kursverlauf einer Aktie oder eines Fonds von Anlegern wahrgenommen und beurteilt wird, kann entscheidend davon abhängen, welche Darstellung gewählt wird.

Warum die lineare Darstellung Anleger in die Irre führen kann

In einem linearen Chart, der den meisten Anlegern entweder noch aus dem Mathematikunterricht oder diversen alltäglichen Anwendungen bekannt sein dürfte, werden gleich große absolute Abstände zwischen zwei Werten (beispielsweise eine Kursdifferenz von 5 Euro) immer gleich groß dargestellt.

Konkret bedeutet dies, dass der Abstand zwischen 10 und 15 genauso groß gezeigt wird wie der Abstand zwischen 100 und 105, obwohl der erste Anstieg einem Zuwachs von 50 % entspricht, der zweite hingegen einem Zuwachs von nur 5 %.

Umgekehrt heißt dies auch: Ein Anstieg um 50 % wird in einem linearen Chart auf einem viel größeren vertikalen Raum dargestellt, wenn er zwischen 100 und 150 erfolgt anstatt zwischen 10 und 15.

Bei der Betrachtung eines linearen Charts kommen Anleger daher leicht zu eventuell irreführenden Schlussfolgerungen wie z.B. derjenigen, dass eine Aktie bereits so stark gestiegen wäre, dass sie keine attraktive Kaufgelegenheit mehr ist oder bereits verkauft werden müsste.

Was an logarithmischen Charts anders ist

Logarithmische Charts stellen im Gegensatz zu linearen Charts gleich große prozentuale Veränderungen auch gleich groß dar.

Hierfür wird für einzelne Werte der Logarithmus berechnet. Logarithmen haben die praktische Eigenschaft, dass prozentual gleiche Renditen in gleichen linearen Abständen transferiert werden:

Das Bild zeigt eine Formel, die darstellt, dass Logarithmen prozentual gleiche Renditen in gleiche lineare Abstände übersetzen.

Darum gilt zum Beispiel mit den oben genannten Werten:

Da die Differenz zwischen log (15) und log (10) genauso groß ist wie die Differenz zwischen log (150) und log (100) werden diese Abstände auf der logarithmischen Skala also auch gleich groß dargestellt.

Prozentuale Veränderungen verschiedener Anlagen lassen sich so besser vergleichen. Ebenso können Anleger die langfristige Entwicklung der Werte besser beurteilen sowie Trends, Kursbewegungen und Wachstumsraten realistischer einschätzen.

Wie kann dies konkret aussehen?

Das Bild zeigt die BVI-Kursentwicklung des RIV Rationalinvestvermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01. 2026, lineare Skala.

Abbildung 1: Wertentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01.2026, BVI-Kursentwicklung, Skala: linear 

Das Bild zeigt die Kursentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis zum 31.01.2026, logarithmische Skala.

Abbildung 2: Wertentwicklung des RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds vom 09.06.2008 bis 31.01.2026, BVI-Kursentwicklung, Skala: logarithmisch

Wie am Beispiel unseres eigenen Fonds RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds zu sehen, wirkt beispielsweise der Kursanstieg ab April 2025 im linken, linearen Chart viel steiler als im rechten, logarithmischen Chart. Anleger, die den linearen Chart betrachten, könnten den Kursanstieg daher unbewusst als viel höher einstufen als bei der Betrachtung des logarithmischen Charts und daher zu anderen Kaufs- oder Verkaufsentscheidungen gelangen.

Wann sollte welcher Chart verwendet werden?

Grundsätzlich gilt: Je länger der Zeitraum, der verglichen werden soll, desto eher macht es Sinn, den logarithmischen Chart zu nutzen. Sollen nur kurze Zeiträume verglichen werden, so können Anleger durchaus auf die linearen Charts zurückgreifen.

Wer all diese Dinge im Auge behält, für den können Charts ein nützliches Tool sein, um sich einen Überblick über die Wertentwicklung und Schwankungen von Anlagen zu verschaffen.

Historische Wertentwicklungen lassen keine Rückschlüsse auf ähnliche Entwicklungen in der Zukunft zu. Der Fonds kann auch innerhalb kurzer Zeiträume erheblichen Schwankungen nach oben oder nach unten unterworfen sein. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und das Basisinformationsblatt, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen. Beides finden Sie auf der Fondsseite des RIV Rationalinvest VVF kostenfrei und in deutscher Sprache. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie hier