Anlagerisiko von festverzinslichen Anlageformen im aktuellen Nullzinsumfeld

Beim Thema Geldanlage sind die Deutschen grundsätzlich vorsichtig und konservativ eingestellt. So dominierten festverzinsliche Anlageformen wie beispielsweise das Sparbuch oder die Lebensversicherung Jahrzehnte lang die Geldanlageform hierzulande. Grund: Relativ hohe Zinsen und die regelmäßige Entgegennahme vereinbarter Zinszahlungen boten eine attraktive Anlagemöglichkeit.

Mit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 fiel der Startschuss für die weltweite Senkung des Zinsniveaus in den Industriestaaten auf faktisch 0 %. Zentralbanken und Regierungen verabschiedeten massive Hilfspakete, die Zinslast sollte durch Niedrigzinsen reduziert werden. Infolge der Coronavirus Pandemie hat sich die weltweite Staatsverschulung nochmal deutlich verschärft und die „Nullzinsen“ verfestigt. Mit einem Anstieg der Zinsen ist daher auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Unter Berücksichtigung der Inflation liegt der Realzins schon seit Jahren im negativen Bereich. Anlegern, die ihr Geld in festverzinslichen Anlageformen angelegt haben, erleiden damit ein unwiederbringlichen Kaufkraftverlust ihres Anlagevermögens. Zusätzlich dazu verlangen immer mehr Banken in Deutschland Negativzinsen auf Guthaben ihrer Kunden. Privatanleger, die sich dennoch festverzinslicher Anlageformen bedienen und sich eines Endwertrisikos ihrer Geldanlage nicht bewusst sind, werden die Konsequenzen also langfristig negativ spüren.

Aktien und Risiko

Trotz der Tatsache, dass Aktien langfristig als ertragreichste Anlage gelten, wird diese Anlageform von Privatanlegern häufig als spekulativ wahrgenommen. Insbesondere nach den starken Börsenkorrekturen während des Neuen Marktes 2001, der Finanzkrise 2008 sowie der Coronavirus-Krise 2020. Im Folgenden erklären wir wie dennoch Risiken in dieser Anlageform begrenzt werden können.

Nach den starken Turbulenzen im März befinden sich die Börsen auf Erholungskurs. Unterstützend dabei wirkt das von den Notenbanken im Rahmen von diversen Rettungspaketen bereitgestellte Kapital, welches grundsätzlich nach Anlagemöglichkeiten sucht und sich aufgrund von mangelnden Anlagealternativen des Nullzinsumfelds zunehmend in Aktienmärkten wiederfindet. Besonders der Technologiesektor legte ab März stark zu. Dabei sind die Marktkapitalisierungen einiger US-Tech-Aktien in Relation zu ihren Gewinnentwicklungen in astronomische Höhen gestiegen.

Aus Angst bei einer weiter anhaltenden Preisrallye nicht dabei gewesen zu sein und mögliche Renditen zu verpassen neigen aktuell viele Privatanleger zu überstürzten Kaufentscheidungen. Insbesondere Privatanleger, die sich nicht in der Tiefe mit Kapitalmärkten beschäftigen können oder wollen, tendieren zu emotionalen Entscheidungen und laufen dadurch Gefahr sich dem Herdentrieb zu fügen. Dem Thema Risiko schenken sie dabei leider wenig Aufmerksamkeit – hier ist Vorsicht geboten!

Was ist „Risiko“ und wieso sollten Anleger auf ein verlässliches und professionelles Risikomanagement Wert legen

Gewöhnlich wird der Begriff „Risiko“ mit Kursschwankungen, auch Volatilität genannt, gleichgesetzt. Privatanleger vergessen dabei oft, dass diese Ausschläge, sowohl nach unten als auch nach oben, zu einer Aktienanlage dazugehören und nicht deren größte Gefahr darstellen. Ein entscheidender Grund für diese Volatilität ist die Tatsache, dass das stark von gegenwärtigen Nachrichtenereignissen und reißerischen Schlagzeilen geprägte subjektive Empfinden der Marktteilnehmer die Kurse kurzfristig beeinflussen kann. Auf lange Sicht hingegen bestimmt aber immer die Qualität des Geschäftsmodells und die daraus resultierende Ertragskraft des Unternehmens den Aktienwert.

Grundsätzlich lässt sich daher sagen, dass Anlagerisiken durch eine sorgfältige Einzeltitelauswahl gemindert werden können. Anlageentscheidungen der RIV werden aus diesem Grund nach gründlicher, sorgfältiger und faktenbasierter Analyse durch das eigene Research sowie nach ausgiebiger Diskussion im Fondsmanagement durch Team-Entscheidungen getroffen. Eine wesentliche Reduzierung von Kapitalmarktrisiken für ihre Anleger erzielt die RIV durch Diversifikation, einer internationalen breiten Streuung der Anlagen nach Branchen und Währungen. Dadurch wird der Risikobeitrag einzelner Aktien begrenzt und Klumpenrisiken können ausgeschlossen werden.

Bei einer Anlage in RIV-Fonds als Investmentvehikel profitieren Anleger von den vielen positiven Eigenschaften aktiv verwalteter Fonds sowie von RIV-spezifischen Vorteilen.

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