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06.03.2020

RIV Monatsbericht Februar 2020

 

 

In unserem aktuellen Monatsbericht “Februar 2020” informieren wir über die weiteren Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie. Des Weiteren berichten wir über Positionen in unseren Fonds. Im Januar sind das 3M, das technikorientierte Industrie- und Konsumgüterunternehmen, Air Liquide, der französische Hersteller von Industriegasen und  der deutsche Spezialmaschinenbauer Isra Vision, welcher vom schwedischen Industrieausrüster Atlas Copco übernommen wurde. Im Aktieninvest, in dem wir die Position seit 2009 aufgebaut hatten, haben wir mit dieser Position einen Gewinn von 790% erzielt.

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17.02.2020

Sind Negativzinsen da um zu bleiben?

Bestandsaufnahme der aktuellen Lage

Negativzinsen erscheinen zunächst absurd und widersprechen jeglicher Logik. Es ist schwierig sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Kreditnehmer belohnt und Sparer bestraft werden. Rund zwölf Jahre nach der Finanzkrise von 2008 ist aber genau das in weiten Teilen der Welt und insbesondere in Europa die Realität. Hier senkte zunächst die europäische Zentralbank EZB den Einlagenzins für Banken auf unter null. Statt Geld risikolos verzinst bei der Zentralbank zu parken, sollen Banken so angeregt werden Geld zu verleihen, um Investitionen und Ausgaben von Unternehmen und Verbrauchern zu stimulieren. Dies soll die Konjunktur ankurbeln, führt aber auch zu massiven Verzerrungen durch unbeabsichtigte Zweit- und Dritteffekte, wie beispielsweise renditearme Lebensversicherungen, späteres Renteneintrittsalter, steigende Immobilienpreise, uvm. Diese verstärken sich je länger dieser Zustand anhält. Inzwischen geben Banken, deren Geschäftsmodelle stark unter Druck stehen, den negativen Einlagenzins immer häufiger auch an Privatkunden weiter. Während dies anfangs ausschließlich höhere Bankguthaben, beispielsweise ab über zwei Millionen Euro, betraf, so sinkt diese Grenze bei immer mehr Banken. Mittlerweile wird bei einigen Instituten bereits Vermögen ab dem ersten Euro negativ verzinst. Das Ergebnis: für das Ersparte gibt es keinen Cent, zusätzlich wird das Geld durch Negativzinsen und Bankgebühren aufgefressen. Statt Geldvermehrung erleiden Sparer am Ende einen unumkehrbaren Geldverlust.

Ein historischer Blick auf die langfristige Zinsentwicklung

Betrachtet man die Zinsentwicklung in einem historischen Kontext, so stellt man fest, dass sich der Realzins, die Differenz von nominaler Verzinsung und Inflation, bereits seit 500 Jahren im Sinkflug befindet. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Harvard-Historiker Paul Schmelzing in seinem im Januar dieses Jahres für die Bank of England erschienenen Arbeitspapier „Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018“, in welchem er die letzten 700 Jahre der westlichen Kreditgeschichte akribisch ausgewertet hat. Seine Analyse zeigt, dass der Realzins im betrachteten Zeitraum im Durchschnitt um etwa 1,6% pro Jahrhundert sank und um die Jahrtausendwende die Null-Prozentmarke durchbrach, um anschließend im negativen Bereich zu verweilen. Als langfristig wirkender struktureller Haupttreiber für diese Zinsentwicklung wurde eine gestiegene Kapitalbildung ausgemacht. Begünstigt wird diese durch die seit Jahrhunderten sinkende Anzahl von globalen Katastrophen und Konflikten zwischen Staaten und die damit verbundene reduzierte Zerstörung von physischen Produktionsfaktoren in Form von Humankapital und Sachkapital. Der Autor schließt daraus, dass sich die Zinsen zukünftig permanent im negativen Bereich bewegen könnten.

Darüber hinaus wirken Faktoren, wie Konjunktur- und Kreditzyklen, Geld- und Fiskalpolitik kurz- bis mittelfristig. Besonders die hohe Staatsverschuldung lässt Notenbanken, deren Unabhängigkeit weltweit immer stärker von Politikern untergraben wird, keine andere Wahl, als die Zinsen so niedrig zu halten wie in jüngster Zeit. Denn bei einem Zinsanstieg würde den hoch verschuldeten Staaten durch stark ansteigende Zinskosten die Insolvenz drohen. Dies könnte zu katastrophalen Auswirkungen wie beispielsweise einem Zusammenbruch von Rentensystemen oder gar Staaten führen.

Bei einer weiteren Zinssenkung hingegen würde eine Flucht ins Bargeld drohen, was ohne Gegenmaßnahmen eine Destabilisierung des gesamten Finanzsystems zur Folge haben könnte. Maßnahmen, die solch eine Flucht unterbinden könnten, bestehen bereits und wurden in der Vergangenheit auch schon umgesetzt. Zu nennen ist das Instrument der Kapitalkontrollen, in Form von Bargeld-Abhebelimits wie beispielsweise in jüngster Vergangenheit in Griechenland oder Zypern. Auch eine Abschaffung von Bargeld, ersetzt durch elektronische Bezahlmöglichkeiten, würde die Manövrierfähigkeit der Zentralbanken und deren Geldpolitik erhöhen und scheint nicht ganz abwegig zu sein, haben doch der Internationale Währungsfonds IWF und die EZB diese Möglichkeit bereits intensiv untersucht und deren Implementierung durchgespielt. Kehrseite dieser Maßnahmen wären staatliche Überwachungs- und Sanktionsmöglichkeiten, welche die Privatsphäre und Zahlungsfreiheit von Bürgern massiv einschränken könnten. Konkrete Pläne zur Umsetzung solcher Maßnahmen gibt es derzeit aber noch nicht. Auf mittelfristige Sicht sehen wir daher weder einen deutlichen Rückgang noch einen deutlichen Anstieg des Realzinsniveaus.

Was bedeutet das jetzt konkret für Anleger?

Historisch gesehen haben Anleger mit festverzinslichen Anlagen, sogar in Deutschland durch Hyperinflation oder Währungsschnitte und in anderen Ländern auch durch Staatspleiten, mehrfach großen Schaden, bis hin zum Komplettverlust, erlitten. Schon seit Jahren verschärft sich die Situation von negativen Realzinsen, um die zugrundeliegenden strukturellen Probleme zu übertünchen. Aufgrund des damit einhergehenden steigenden Inflationsrisikos halten wir es für sinnvoll den Anlageschwerpunkt auf Sachwerte und Produktivkapital zu legen. Diese bieten langfristig einen gewissen Schutz vor Inflation und die besten Chancen auf reale Erträge. Aktien sind dabei aufgrund der endlos erscheinenden verschiedenen Unternehmensschwerpunkte in alle möglichen Branchen und Ländern, bei gleichzeitiger börsentäglicher Handelbarkeit, das Anlageinstrument unserer Wahl. Weltweit breit gestreut finden sich diese in den RIV- Fonds, die ihren Schwerpunkt auf Qualitätsaktien legen, wieder. Die RIV-Fonds vermeiden dadurch Klumpenrisiken bieten Anlegern eine leicht zugängliche Möglichkeit an oben genannten Chancen zu partizipieren.

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UNSERE FONDS



05.02.2020

RIV Monatsbericht Januar 2020



Pünktlich zum Monatsanfang veröffentlichen wir unseren Monatsbericht “Januar 2020”. Unterteilt in zwei Abschnitte, Makroökonomische und politische Einflussfaktoren und Unternehmen im Fokus, informieren wir über wichtige Entwicklungen, die Börsen und damit auch unsere Fonds beeinflussen. In unserem Rückblick berichten wir über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran, dem dem Ausbruch des Coronavirus sowie Großbritanniens Austritt aus der EU und den Auswirkungen dieser Ereignisse auf globale Aktienmärkte. Im Abschnitt Unternehmen im Fokus stellen wir interessante Entwicklungen von Unternehmen vor, die wir in unseren Fonds halten. Im Januar sind das Intel, Diversified Healthcare Trust und MVV Energie AG.

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15.01.2020

RIV Jahresbericht 2019


2019 war ein starkes Aktienjahr. Die weltweit positiven Kursentwicklungen gleichen das schwache Vorjahr mehr als aus. Die gute Entwicklung an den Aktienmärkten spiegelte sich auch in den erfreulichen Ergebnissen unserer Fonds wider. Die Geldpolitik der Notenbanken ist weltweit schon seit Jahren marktstützend und wurde im vergangenen Jahr noch weiter gelockert. Die von den Notenbanken verursachte Geldschwemme führte auch 2019 dazu, dass Sparer auf verzinsliche Anlagen guter Bonität nur niedrige oder sogar negative Renditen erhielten. Die derzeit vorherrschende finanzielle Repression (Zinsen niedriger als die Inflationsrate) wird unseres Erachtens noch lange Zeit fortbestehen. Mit einer weiterhin starken Übergewichtung des Sachwerts Aktie sehen wir das Vermögen unserer Kunden langfristig bestmöglich geschützt. Darüber hinaus profitieren Anleger mit ihren Anlagen in wertschaffendem Produktivkapital durch Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung.

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30.12.2019

RIV Aktieninvest Global feiert zehnjähriges Jubiläum!

Der Nebenwertefonds RIV Aktieninvest Global feiert zum 28.12.2019 seinen zehnten Geburtstag. Ein geeigneter Zeitpunkt die Entwicklung unseres Aktienfonds Revue passieren zu lassen.

Der RIV Aktieninvest Global erzielte in den letzten 10 Jahren, seit Auflage am 29.12.2009 bis heute, eine durchschnittliche Rendite von 7,1% pro Jahr. Kumuliert entspricht dies einer Wertentwicklung von knapp 100%.

Maßgeblich hierzu beigetragen haben Unternehmen, die an der Börse aufgrund ihrer kleinen und mittleren Größe als Nebenwerte bezeichnet werden, aber trotz oder gerade wegen ihrer Größe nachweisliche Erfolgsgeschichten schreiben. Zu den ertragreichsten Anlagen des Fonds gehören beispielsweise Unternehmen wie die Isra Vision AG, die Straumann Holding AG, Ecolab Inc. oder Cochlear Ltd., die sich als Unternehmen ausgezeichnet entwickelt haben, welches sich dann auch in einer Vervielfachung der Kurse niedergeschlagen hat. Durch die fundierte Titelselektion des Fondsmanagements konnte der RIV Aktieninvest Global darüber hinaus von zahlreichen Übernahmen von im Fondsportfolio gehaltenen Beteiligungen profitieren.

Kumulierte Wertentwicklung des RIV Aktieninvest Global seit Auflage

 

Was macht den RIV Aktieninvest Global so besonders?

Der RIV Aktieninvest Global ist ein internationaler Aktienfonds, der vorwiegend in Nebenwerte, also kleine und mittelgroße Unternehmen, investiert.

Anlagen in Nebenwerte bieten Anlegern zusätzliche Renditechancen:

Kleine und mittelgroße Unternehmen sind im Vergleich zu ihren größeren Wettbewerbern freier in unternehmerischen Entscheidungen und in der Regel auf spezielle Marktnischen fokussiert. Nicht selten ist zu beobachten, dass sie in ihrer Nische zur Weltspitze gehören. Ihr schlanker Verwaltungsapparat erlaubt Flexibilität, Dynamik und Transparenz und führt so zu einer langfristig besseren Kapitalallokation in wertschaffende Investitionen. Diese Innovationskraft macht sie wiederum zu beliebten Übernahmezielen für größere Wettbewerber, die bei Übernahmen meist deutliche Kursaufschläge auf den aktuellen Börsenkurs aufwenden müssen. Hinzu kommt, dass kleine und mittelgroße Unternehmen wenig Beachtung finden, sodass Informationsdefizite interessante Anlageideen eröffnen können, die andere Marktteilnehmer möglicherweise noch nicht entdeckt haben.

 

Für wen eignet sich der RIV Aktieninvest Global?

Der RIV Aktieninvest Global eignet sich als eigenständige Wertanlage für den risikobereiteren Anleger oder als Beimischung für bestehende Wertpapierdepots. Anlagerisiken und Kursschwankungen werden durch eine breite Streuung der Anlagen nach Ländern, Währungen und Branchen reduziert. Das Anlagekonzept des Fonds hat sich bewährt und basiert auf einer erfolgserprobten hauseigenen Methode, welche mikro- und makroökonomische Analysen sowie Risikomanagement vereint. Da der Fonds mindestens zu 51% in Aktien investiert ist, gilt für seine Anleger die maximale steuerliche Freistellung der Fondserträge von 30%.

 

Über die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds

Die R.I. Vermögensbetreuung AG ist eine konzernfreie Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Ettlingen und im Besitz Ihrer Gründer und Mitarbeiter. Die RIV hat drei erfolgreiche Publikumsfonds aufgelegt und verwaltet überdies Wertpapierdepots für private und institutionelle Anleger. Das verwaltete Anlagevolumen ist mittlerweile auf über 320 Millionen € angewachsen. Grundlage für die ausgezeichneten Anlageergebnisse sind hervorragende Ausbildung und langjährige Erfahrung der Mitarbeiter.

 

Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Fondsseite www.aktieninvest.de.

Bitte beachten Sie insbesondere den Risikohinweis auf der Fondsseite.