Compliance 2017-04-04T13:41:41+00:00

Als Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die RIV gehalten, ausschließlich im Interesse ihrer Anleger zu handeln und ihre Tätigkeit mit der gebotenen Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Redlichkeit nachzugehen und dabei im besten Interesse der von ihr verwalteten Investmentvermögen und deren Anleger und der Integrität des Marktes zu handeln.

Mögliche Interessenkonflikte:
Interessenkonflikte lassen sich in der Finanzportfolioverwaltung für eine Vielzahl von Anlegern und Kunden nicht immer ausschließen. Interessenkonflikte können sich ergeben zwischen:

  • der RIV, der Geschäftsleiter, den Mitarbeitern, externen Unternehmen und Personen, die über ein Kontrollverhältnis direkt oder indirekt mit der RIV verbunden sind, die vertraglich mit der RIV verbunden sind, und sonstigen Dritten, und den von der RIV verwalteten Investmentfonds, den Anlegern dieser Investmentfonds,
  • den Investmentfonds oder dessen Anlegern und einem anderen Kunden der RIV,
  • den Anlegern der von der RIV verwalteten Investmentfonds,
  • verschiedenen von der RIV verwalteten Investmentfonds,
  • der RIV und den von ihr beauftragten Auslagerungsunternehmen oder Verwahrstellen.

Interessenkonflikte, die den Interessen der Investmentfonds oder ihrer Anleger erheblich schaden könnten, können sich insbesondere ergeben im Zusammenhang mit:

  • Anreizsystemen für Geschäftsleiter oder Mitarbeiter der RIV, oder externen Unternehmen, die vertraglich mit Dienstleistungen zur Ermöglichung der gemeinsamen Portfolioverwaltung betraut wurden;
  • persönlichen Geschäften mit Vermögenswerten, die in den von der RIV verwalteten Investmentvermögen gehalten werden dürfen, durch ihre Geschäftsleiter oder Mitarbeiter oder die Geschäftsleiter oder Mitarbeiter von Unternehmen, die vertraglich mit Dienstleistungen zur Ermöglichung der gemeinsamen Portfolioverwaltung betraut wurden;
  • Wertpapierverleihgeschäften
    Um ihre Erträge und die des Sondervermögens zu erhöhen, verleihen viele Fondsgesellschaften (ohne die Fondsanleger zu informieren) Aktien aus ihren Fonds an andere Finanzinstitute. Daraus ergeben sich folgende Risiken:
  • Es findet ein obskurer Austausch von Aktien (Sachwerte) gegen Forderungen (Rückgabeansprüche gegen ein Finanzinstitut) statt, welche die Asset Allokation in meist unerwünschter Weise verändert und ein zusätzliches Kontrahentenrisiko bedeutet.
  • Die Verleihgebühr ist der Preis für das Risiko, welches der Verleiher eingeht. Die KVG behält etwa die Hälfte der Verleihgebühr für sich ein. Das Sondervermögen trägt das volle Risiko, erhält aber dafür keinen angemessenen Ertrag.
  • Selbst wenn bei solchen Verleihgeschäften die KVG einen den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Erfordernissen entsprechender Rahmenvertrag abschließt und auf eine hinreichende Bonität des Kontrahenten achtet und zudem werthaltige Sicherheiten stellen lässt, kann dieser Kontrahent die Wertpapiere an andere Parteien mit unbekannter Seriosität weiterverleihen. Mit den ausgeliehenen Aktien werden letztlich unbekannten Spekulanten Leerverkäufe gegen die Long-Positionen des ausleihenden Fondsvermögens ermöglicht – mit meist negativen Folgen für die Fondsanleger.
  • Zuwendungen
  • Umschichtungen in Investmentfonds
  • Geschäften zwischen der RIV und den von ihr verwalteten Sondervermögen oder Individualportfolios bzw. Geschäften zwischen von der RIV verwalteten Investmentvermögen und/oder Individualportfolios
  • Stichtagsbezogene Aufbesserung der Fondsperformance („window dressing“)
  • Zusammenfassung mehrerer Orders („block trades“)
  • der Beauftragung von eng verbundenen Unternehmen und Personen
  • Einzelanlagen von erheblichem Umfang
  • Market Timing und Frequent Trading
  • der Festlegung der Cut off-Zeit
  • IPO-Zuteilungen
  • der Übertragung einer oder mehrerer Funktionen auf eine andere Gesellschaft
  • der Ausübung der Stimmrechte in den Portfolios
  • den Aufgaben der Verwahrstelle
  • Anlegern, die ihre Anlagen zurücknehmen wollen und Anlegern, die ihre Anlagen im Investmentfonds aufrechterhalten wollen
  • aus von unseren Vertragspartnern angebotenen verschiedenen Dienstleistungen
  • aus Beziehungen der RIV oder verbundener Gesellschaften oder unserer Anlageberater oder Asset Manager mit Emittenten von Finanzinstrumenten und investierbare Vermögensgegenständen
  • durch erfolgsbezogene Vergütungen
  • durch Erlangung von Informationen, die nicht öffentlich bekannt sind
  • aus persönlichen Beziehungen unserer Mitarbeiter oder der Geschäftsleitung oder der mit diesen verbundenen Personen
  • durch die Ausführung privater Wertpapiergeschäfte und Geschäfte in investierbare Vermögensgegenstände der Geschäftsleitung oder unseren Mitarbeitern
  • durch Mitwirkung der Geschäftsleitung oder unseren Mitarbeitern in Aufsichts- oder Beiräten
  • durch die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten bei anderen Finanzdienstleistern oder börsennotierten Gesellschaften durch unsere Mitarbeiter

Maßnahmen zur Prävention, Steuerung und Überwachung der Interessenkonflikte

Die gesamte Struktur der RIV ist darauf ausgerichtet Interessenkonflikte mit ihren Kunden zu vermeiden. Um zu verhindern, dass Interessenkonflikte den Interessen der Investmentvermögen und der Anleger erheblich schaden, hat die RIV nicht nur organisatorische und administrative Vorkehrungen zur Ermittlung, Vorbeugung, Beilegung, Steuerung und Beobachtung/Überwachung von Interessenkonflikten getroffen, sondern sich auch Beschränkungen in der Anlagepolitik auferlegt.

  • Die von der RIV verwaltenden Investmentfonds sind so gestaltet und organisiert, dass das Risiko von Interessenkonflikten zwischen den Investmentvermögen und allen Personen und Institutionen, welche mit den Aktivitäten der Investmentvermögen direkt oder indirekt verbunden sind, so gering wie möglich ist.
  • Insbesondere wurde eine Compliance-Organisation eingerichtet, die die Vorkehrungen gegen Interessenkonflikte geschäftsfeldunabhängig überwacht und sämtliche Mitarbeiter regelmäßig durch Schulungen in Bezug auf gesetzliche Anforderungen und unternehmensinterne Richtlinien fortbildet. Jeder Mitarbeiter der RIV muss Kenntnisnahme und Zustimmung zur Complianceregelung schriftlich erklären.
  • Durch die präventive Einrichtung von Vertraulichkeitsbereichen und Informationsbarrieren im Verhältnis zu den von der RIV beauftragten Dritten, das Trennen von Geschäftsbereichen und Verantwortlichkeiten sowie Organisationsrichtlinien setzt die RIV hohe Standards im Umgang mit Anlegern, Kunden und Geschäftspartnern um. Auch von ihren Geschäftspartnern erwartet die RIV vergleichbar hohe Standards. Das unabhängige Risikocontrolling unterliegt besonderen Schutzvorkehrungen gegen Interessenkonflikte.

Einzelmaßnahmen

Im Einzelnen hat die RIV folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Erfolgsbeteiligungen im Fondsmanagement (Performance Fee) welche eine spekulative Anlagepolitik begünstigen kann, sind stets ausgeschlossen.
  • Das Vergütungssystem der Mitarbeiter schafft keinen Anreiz, die persönlichen Interessen über die der von der RIV verwalteten Investmentfonds oder Anleger und Kunden zu stellen.
  • Da die RIV fremde Anlageprodukte weder vertreibt noch vermittelt, erhält sie keine Vermittlungs- oder Bestandsprovisionen.
  • Wenn Produkte für die Investmentfonds oder für individuelle Kundendepots erworben werden, für deren Verwaltung die RIV eine Vergütung erhält, wird sichergestellt, dass diese Vergütungen dem jeweiligen Sondervermögen bzw. Kunden zufließen.
  • Die RIV hat Regelungen für persönliche Geschäfte aufgestellt, die für alle Mitarbeiter gelten und durch den Vorstand in seiner Compliance-Funktion kontinuierlich überwacht werden. Die RIV führt eine Sperrliste („Restricted List“), die persönliche Geschäfte mit bestimmten Vermögensgegenständen verbietet;
  • Es wurden Regelungen zur Offenlegung und zum Umgang mit der Annahme und der Gewährung von Zuwendungen implementiert. Keinesfalls zulässig sind Kickbacks aus Erträgen, welche Banken oder Broker durch von uns initiierte Umsätze mit unseren Kunden erzielen. Wir handeln mit unseren Partnern die bestmöglichen Konditionen für unsere Kunden aus. Kickbacks erhöhen nicht nur die laufenden Transaktions- und Depotkosten des Kunden, sie begünstigen auch das Churning, also das Vereinnahmen von Provisionen durch unnötige Umsätze. Erlaubt sind dagegen nicht-finanzielle Zuwendungen, wenn sie ausschließlich der Verbesserung unserer Finanzportfolioverwaltung dienen (Finanzanalysen, Informationsmaterialien, Schulungen).
  • Die RIV nimmt eine kontinuierliche Überwachung der Transaktionskosten für die von ihr verwalteten Investmentfonds vor, um die Kostenquote ihrer Fonds für die Anleger niedrig zu halten.
  • Unvermeidbaren Interessenkonflikten bei Transaktionen wird dadurch entgegengewirkt, dass der Grundsatz der bestmöglichen Ausführung („Best Execution“) zur Anwendung kommt.
  • In den von der RIV verwalteten individuellen Kundendepots werden keine Managementhonorare auf Anteile der von ihr verwalteten Fonds erhoben. Das gleiche gilt im Sondervermögen ihrer Fonds für Anteile eines anderen von der RIV verwalteten Fonds (Überkreuzbeteiligung). Eine versteckte Verdoppelung der Verwalterhonorare wird so vermieden.
  • Geschäfte zwischen verschiedenen von der RIV verwalteten Investmentfonds werden nur durchgeführt, wenn sie im Interesse aller betroffenen Anleger sind – also ohne dass dadurch einer der beteiligten Investmentfonds benachteiligt wird.
  • Die Zusammenfassung mehrerer Orders („block trades“) erfolgt auf Grundlage eines einheitlichen Zuteilungsgrundsatzes.
  • Soweit eng verbundene Unternehmen und Personen (insbesondere die Gesellschafter der RIV) beauftragt werden (z.B. mit der Funktion des Portfoliomanagers, Anlageberaters, Brokers oder der Verwahrstelle), wird dies den Anlegern gegenüber offengelegt.
  • Dem Investmentfonds benachteiligenden Markteinfluss durch Einzelanlagen von erheblichem Umfang wird durch enge Anlagegrenzen und eine enge Kurslimitierung begegnet.
  • „Frequent Trading“ durch die Anleger, Geschäftsleiter und Mitarbeiter der RIV wird mit einem Rücknahmeabschlag von 0,5% des Anteilspreises begegnet.
  • Um Spekulationen („Market Timing“) gegen die von der RIV verwalteten Investmentfonds entgegenzuwirken wurden feste cut-off Zeiten in den Verkaufsprospekten festgeschrieben.
  • IPO-Geschäfte sind in den Investmentfonds ausgeschlossen.
  • Die Übertragung einer oder mehrerer Funktionen auf eine andere Gesellschaft erfolgt mit dem Ziel der Qualitätssteigerung im Portfoliomanagement.
  • Die Ausübung der Stimmrechte aus den Sondervermögen erfolgt auf Basis festgelegter Grundsätze zur Stimmrechtsaausübung bei Hauptversammlungen.
  • Die Verwahrstellen handeln unabhängig von der RIV und sind dazu verpflichtet ausschließlich im Interesse der Anleger zu handeln.
  • Die Interessen von Anlegern, die ihre Anlagen zurückgeben wollen und Anlegern, die ihre Anlagen im Investmentfonds aufrechterhalten wollen, werden in der internen Liquiditätssteuerung berücksichtigt.
  • Konflikte zwischen der Zielsetzung einer höheren Performance durch Anlagen in illiquide Vermögenswerte und den Rücknahmegrundsätzen des Investmentvermögens gibt es wegen der Beschränkung auf börsengängige Anlagen bei der RIV nicht;
  • Wertpapierleihe ist in den Investmentfonds ausgeschlossen.
  • Adäquates Risikomanagementsystem sowie Internes Kontrollsystem.
  • Sicherstellung der fairen Information an die Anleger wie auch Gleichbehandlung der Anleger (Interessenswahrung der Anleger).
  • Mitarbeiter der RIV dürfen keine Aufsichts- oder Beiratsmandate bei konkurrierenden Instituten annehmen.
  • Der für das interne Risikocontrolling verantwortliche Mitarbeiter darf kein Mitglied des Fondsmanagements sein.

Offenlegung

Gemäß § 27 KAGB i.V.m. § 3 KAVerOV ist die RIV verpflichtet, Interessenkonflikte zu Lasten von Kunden, die bei der Erbringung ihrer Dienstleistungen aufgetreten sind, zu protokollieren und die Kunden darüber zu informieren.

Soweit die organisatorischen Vorkehrungen nicht geeignet sind, Interessenkonflikte zu vermeiden, ist die RIV verpflichtet, die allgemeine Art und Herkunft der verbleibenden Interessenkonflikte zu dokumentieren und nach Verfahren zur Abhilfe zu suchen.

Überprüfung

Diese Grundsätze werden in regelmäßigen Abständen überprüft und von der RIV veröffentlicht. Tatsächlich aufgetretenen Interessenkonflikte werden dokumentiert und die Geschäftsführung wird über die aufgetretenen Interessenskonflikte mindestens einmal jährlich informiert.

Für die RIV steht die Zufriedenheit ihrer Kunden an erster Stelle. Kunden wird daher die Möglichkeit geboten im Rahmen des Beschwerdemanagements Kritik zu äußern. Beschwerden können an folgende Adresse gerichtet werden:

R.I. Vermögensbetreuung AG
Goethestraße 15
76275 Ettlingen
Fax: +49 72 43 21 58 59
E-Mail: briefkasten@riv.de

Der Eingang einer Kundenbeschwerde wird umgehend bestätigt und daraufhin zügig, angemessen und wie vorgeschrieben bearbeitet. Die Bearbeitung erfolgt für den Kunden kostenfrei. Seit Gründung der RIV hat es noch keine Beschwerde von Kunden gegeben.

Die RIV hat sich als Mitglied des Verbands der unabhängigen Vermögensverwalter e.V. (VuV) der Ombudsstelle des VuV angeschlossen. Der VuV hat eine Schlichtungsstelle nach Maßgabe der EU-Richtlinie Nr. 2013/EU vom 21.5.2013 über die Alternative Streitbeilegung eingerichtet. Vor der VuV-Ombudsstelle sollen Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Mitgliedern des VuV im Zusammenhang mit Finanz­dienst­leistungs­geschäften in einem außergerichtlichen Schlichtungsverfahren beigelegt werden können. Die R.I. Vermögensbetreuung AG ist Mitglied des VuV und damit dieser Schlichtungsstelle angeschlossen. Für den Fall, dass einer Kundenbeschwerde zwischen den Parteien nicht unmittelbar abgeholfen werden kann, wird damit die Möglichkeit eröffnet, kundenseits die Schlichtungsstelle anzurufen. Das Schlichtungsverfahren ist für den Antragsteller kostenfrei. Die Anschrift der VuV-Ombudsstelle lautet:

VuV-Ombudsstelle
Stresemannallee 30
60596 Frankfurt am Main.

Weitere Informationen zur VuV-Ombudsstelle (u.a. Kommunikationsdaten, Verfahrensordnung, Antragsformular) sind unter http://vuv-ombudsstelle.de zu erhalten.

Die BaFin bietet Verbrauchern die Möglichkeit sich an die Schlichtungsstelle für Ver­brau­cher­rechts­streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Kapitalanlagegesetzbuch zu wenden. Die Schlichtungsstellen dienen der außergerichtlichen Streitbeilegung von Verbraucherrechtsstreitigkeiten im Sinne des § 342 Absatz 3 des KAGB. Ziel ist es, Verbrauchern i. S. d. § 13 des Bürgerlichen Gesetzbuches unter Mitwirkung einer unabhängigen Instanz eine leicht zugängliche, kostengünstige, effiziente und vergleichsweise schnelle Möglichkeit zur Streitbeilegung im Zusammenhang mit Vorschriften nach dem Kapitalanlagegesetzbuch zu eröffnen. Die Schlichtungsstelle der BaFin ist mit zwei Schlichtern besetzt, die in dieser Eigenschaft unabhängig und an Weisungen nicht gebunden sind. Weitere Informationen hierzu können Sie der Verordnung über die Schlichtungsstelle nach § 342 des Kapitalanlagegesetzbuchs (KASchlichtV) entnehmen.

Die Ausführungsgrundsätze der RIV werden von der Geschäftsleitung festgelegt und mindestens einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Ausführungsgrundsätze der Banken der Kunden werden jährlich überprüft. Die Überprüfung der Qualität von Ausführungen von Kauf- und Verkaufsaufträgen erfolgt regelmäßig mit Hilfe von Stichproben und wird jährlich dokumentiert. Sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine wesentliche Veränderung der Ausführungsgrundsätze eingetreten ist, die eine Auftragsausführung im bestmöglichen Interesse des Anlegers nicht mehr gewährleistet, wird innerhalb einer angemessenen Frist eine Überprüfung vorgenommen. Über wesentliche Änderungen der Grundsätze informiert die RIV die Anleger.

Best Execution

In der Finanzportfolioverwaltung werden alle Börsenaufträge über die jeweilige Bank des Kunden abgewickelt.
Für unsere Fonds geschieht das derzeit über das Bankhaus Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA Frankfurt, welches gleichzeitig die Funktion der Verwahrstelle wahrnimmt.
Die RIV hat alle angemessenen Maßnahmen zu ergreifen, um bei Erwerb und Veräußerung von Vermögensgegenständen für ihre Kunden das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und dabei den Ausführungskurs oder den Preis, die Kosten, die Geschwindigkeit und die Wahrscheinlichkeit der Ausführung und Abwicklung, den Umfang und die Art des Auftrages sowie alle sonstigen, für die Auftragsausführung relevanten Aspekte zu berücksichtigen.

Die ausführende Bank hat zur Gewährleistung der bestmöglichen Ausführung von Handelsentscheidungen interne Ausführungsgrundsätze aufzustellen, die auch die vorgenannten Kriterien berücksichtigen.

Zusammenlegung von Handelsaufträgen

Die RIV ist berechtigt Transaktionen für ihre Fonds sowie Transaktionen für andere Kunden zusammen auszuführen und allgemein Transaktionen zu bündeln, soweit dies mit ihren gesetzlichen und vertraglichen Pflichten vereinbar ist. Die RIV wird Aufträge nur bündeln, wenn Auftragsvolumen, Wertpapierart, Marktsegment, aktuelle Marktliquidität und Preissensitivität des zu handelnden Wertpapiers dieses im besten Interesse der betroffenen Investmentvermögen oder der betroffenen Anleger ratsam erscheinen lassen. Eine Zusammenlegung für einen einzelnen Auftrag kann nachteilig sein. Allerdings werden Aufträge nur dann zusammengelegt, wenn eine Benachteiligung einzelner Investmentvermögen oder Anleger grundsätzlich nicht zu erwarten ist.

Zuteilungen legt die RIV nach Maßgabe der BVI-Wohlverhaltensregeln vorab fest. Dies erfolgt in der Regel anteilig. Ausnahmen können sich bei einer Teilausführung von Blockorders ergeben, sofern bei der Zuteilung der Teilausführung Mindeststückelungen einzuhalten sind. Sie darf ihre Fondskunden gegenüber ihren anderen Kunden weder bevor- noch benachteiligen.

Die RIV ist unter Umständen jedoch nicht in der Lage, Transaktionen mit einem bestimmten Wertpapier für alle Kundenkonten gleichzeitig oder zum gleichen Kurs bzw. Preis auszuführen.

Die RIV unterliegt den für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Hinblick auf die Gestaltung ihres Vergütungssystems. Die detaillierte Ausgestaltung hat die RIV in einer Vergütungsrichtlinie geregelt, deren Ziel es ist, eine nachhaltige Vergütungssystematik unter Vermeidung von Fehlanreizen zur Eingehung übermäßiger Risiken sicherzustellen.

Das Vergütungssystem der RIV richtet sich nach den Leitlinien für solide Vergütungspolitik unter Berücksichtigung der für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden AIFMD (ESMA/2013/232), soweit dies in Hinblick auf die Unternehmensgröße möglich und sinnvoll ist.

Der Aufsichtsrat legt die allgemeinen Grundsätze der Vergütungspolitik fest und stellt sicher, dass diese im Einklang mit den strategischen Zielen der RIV stehen und keine Anreize zur Eingehung von unverhältnismäßigen Risiken setzen. Der Aufsichtsrat überprüft diese Grundsätze regelmäßig mindestens einmal jährlich und ist für ihre Umsetzung verantwortlich. Die Vergütungsregelung der Vorstände wird mindestens einmal jährlich auf Angemessenheit überprüft. Darüber hinaus stellt die interne Revision mindestens einmal jährlich fest, ob die Vergütungsvorschriften und -verfahren umgesetzt werden.

Die Gesamtvergütung jedes Beschäftigten setzt sich aus einer angemessenen festen Komponente, dem Festgehalt, und einer variablen Vergütungskomponente zusammen. Feste und variable Bestandteile der Gesamtvergütung stehen in einem angemessenen Verhältnis. In keinem Fall darf die variable Vergütung das Zweifache des Festgehalts überschreiten. Da die RIV auf jegliche Beteiligungen an den für ihre Kunden erwirtschaftete Anlageergebnisse verzichtet, setzt die variable Vergütung keine Anreize in der Anlagepolitik überhöhte Risiken einzugehen und vermeidet damit Interessenkonflikte. So sind die variablen Vergütungselemente nicht an die Wertentwicklung der von der RIV verwalteten Investmentvermögen geknüpft. In die Berechnung der variablen Vergütung geht das Ergebnis der RIV als Faktor mit ein. Auch die persönliche Leistung eines Mitarbeiters kann als Faktor in die Berechnung mit eingehen. Im Rahmen der persönlichen Leistungsbeurteilung steht insbesondere eine nachhaltige Geschäftsentwicklung und der Schutz des Unternehmens vor übermäßigen Risiken im Vordergrund. Insbesondere werden keine Anreize geschaffen übermäßige Risiken einzugehen. Ziel des Vergütungssystems soll eine Kontrollierbarkeit der operationellen Risikokomponenten sein, verbunden mit einer Steigerung der Effizienz sowie der Arbeitsqualität.

Bei der Zuteilung der variablen Vergütung haben der Aufsichtsrat oder die Geschäftsleitung das Letztentscheidungsrecht.

Für die Geschäftsleitung der RIV und Mitarbeiter, deren Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der RIV und der von ihr verwalteten Investmentvermögen haben (sog. „Risk Taker“) gelten besondere Regelungen. Um zu gewährleisten, dass die Beurteilung für diese risikorelevanten Mitarbeiter auf die längerfristige Leistung abstellt und aktuelle als auch zukünftige Risiken berücksichtigt werden, verpflichten sich die Vorstände jährlich mindestens 25% der Brutto-Tantieme in die von der RIV gemanagten Fonds zu investieren, bis der Wert aller ihrer RIV-Fondsanteile mindestens dem jeweiligen fixen Jahresgehalt entspricht. Darüber ist der RIV ein schriftlicher Nachweis vorzulegen. Die Fondsanteile müssen bis zum fünften Jahr nach dem Ausscheiden aus der RIV gehalten werden.

Die RIV übt die mit den verwalteten Investmentvermögen verbundenen Aktionärs- und Gläubigerrechte im Sinne der Anleger und einer guten Corporate Governance aus, um die Interessen der Anleger zu wahren und der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden.

Die Basis für die Abstimmungspolitik und Stimmrechtsausübung bilden die „Grundsätze der RIV zur Stimmrechtsausübung bei Hauptversammlungen“. Sofern es im Einzelfall für ein einzelnes Investmentvermögen im Interesse der Anleger, der Integrität des Marktes und im Interesse des Nutzens für das Investmentvermögens erforderlich ist, kann von diesen Stimmrechtsrichtlinien abgewichen werden.

Einzelheiten zu den aufgrund diesen Grundsätzen zur Stimmrechtsausübung bei der Hauptversammlung in einem Investmentvermögen getroffenen Maßnahmen stellt die RIV betroffenen Anlegern auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung.

Die RIV nimmt im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kundenvermögen keine Zuwendungen von Dritten an.

Die RIV vereinnahmt keinerlei Rückvergütungen von Aufwendungen zu Lasten der von ihr verwalteten Investmentvermögen aus Geschäften, die einem Investmentvermögen zuzurechnen sind. Die RIV hat keine Soft Commissions mit Brokern vereinbart. Die RIV hat ferner keine Provisionen auf eigene Rechnung oder auf Rechnung der von ihr verwalteten Investmentvermögen zugunsten von Investmentanteilen, die in Investmentvermögen der RIV investieren, vereinbart.

Provisionen, die die RIV für im Investmentvermögen gehaltene Investmentanteile erhält, führt sie dem jeweiligen Investmentvermögen vollumfänglich zu und weist sie in dem nächsten Jahresbericht in der Ertrags- und Aufwandsrechnung unter „sonstige Erträge“ aus. Als Gesamtsumme ausgezahlte Provisionen für mehrere Investmentvermögen werden anteilig auf diese Investmentvermögen verteilt.

Weitere Informationen zu Zuwendungen teilt die RIV gerne Anlegern auf Nachfrage mit.